Mit dieser Einstellung können Sie eine maximale Arbeitszeit pro Tag festlegen. Das System begrenzt bei der Zeitauswertung automatisch die erfassten Arbeitsstunden auf diesen Wert. Dies ist besonders wichtig für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und zur Vermeidung übermäßiger Arbeitszeiten.
Die Arbeitszeitbegrenzung definiert, wie viele Stunden pro Tag maximal als Arbeitszeit gewertet werden. Auch wenn ein Mitarbeiter mehr Stunden erfasst, wird die Arbeitszeit bei der Auswertung auf den festgelegten Höchstwert begrenzt.
Beispiel: Sie legen eine Begrenzung von 10 Stunden pro Tag fest. Ein Mitarbeiter erfasst an einem Tag 12 Stunden Arbeitszeit. Bei der Auswertung werden maximal 10 Stunden berücksichtigt - die überschüssigen 2 Stunden werden nicht als Arbeitszeit gewertet.

Die Einstellung finden Sie unter "Admin" => "Arbeitszeitmodelle". Sie wird als Zeitfeld angezeigt, in dem Sie Stunden und Minuten eingeben können.
Die Eingabe erfolgt im Zeitformat:
Keine Begrenzung: Wenn Sie das Feld leer lassen, wird keine maximale Arbeitszeit festgelegt. Die erfassten Stunden werden dann ohne Begrenzung ausgewertet.
Das System wendet die Begrenzung bei der Zeitauswertung automatisch an:
Wichtig: Die ursprünglich erfassten Zeiten bleiben gespeichert. Die Begrenzung wirkt sich nur auf die Auswertung und Berechnung aus.
In Ihrem Betrieb gilt folgende Konfiguration:
Szenario 1 - Normale Arbeitszeit:
Szenario 2 - Überstunden im Rahmen:
Szenario 3 - Überschreitung der Grenze:
Die Arbeitszeitbegrenzung wirkt sich auch auf Überstundenberechnungen aus:
Beispiel: Bei 8 Stunden Soll-Zeit und 10 Stunden Begrenzung werden maximal 2 Überstunden pro Tag berechnet - auch wenn 12 Stunden erfasst wurden.
Verwechseln Sie diese Einstellung nicht mit der Überstundenbegrenzung:
Beide Einstellungen können gleichzeitig aktiv sein und ergänzen sich.
Wenn Sie das Feld leer lassen:
Was passiert mit den Stunden über der Grenze?
Die Stunden werden weiterhin in der Zeiterfassung gespeichert, aber nicht als Arbeitszeit gewertet. Sie erscheinen nicht in der Lohnabrechnung und werden nicht als Überstunden gezählt. Die ursprünglichen Daten bleiben jedoch erhalten und können zu Kontrollzwecken eingesehen werden.
Gilt die Begrenzung für alle Mitarbeiter?
Die hier festgelegte Begrenzung gilt für alle Mitarbeiter, denen dieses Arbeitszeitmodell zugeordnet ist. Wenn Sie unterschiedliche Grenzen benötigen, müssen Sie separate Arbeitszeitmodelle anlegen.
Kann ich die Begrenzung nachträglich ändern?
Ja, Änderungen sind jederzeit möglich. Die neue Begrenzung wird ab dem Zeitpunkt der Änderung angewendet. Bereits ausgewertete Zeiträume werden nicht automatisch neu berechnet.
Wie unterscheidet sich dies von der Soll-Arbeitszeit?
Die Soll-Arbeitszeit definiert die reguläre Arbeitszeit, die ein Mitarbeiter pro Tag leisten soll (z.B. 8 Stunden). Die Arbeitszeitbegrenzung definiert das absolute Maximum, das als Arbeitszeit gewertet wird (z.B. 10 Stunden). Dazwischen liegende Stunden sind Überstunden.
Werden Pausen von der Begrenzung abgezogen?
Die Begrenzung bezieht sich auf die reine Arbeitszeit. Pausen werden, je nach Ihrer Konfiguration, bereits bei der Erfassung berücksichtigt und sind nicht Teil der zu begrenzenden Arbeitszeit.
Wird der Mitarbeiter informiert, wenn seine Zeit begrenzt wird?
Das System begrenzt automatisch bei der Auswertung. Es erfolgt keine automatische Benachrichtigung.
Funktioniert die Begrenzung auch an Wochenenden und Feiertagen?
Ja, die Begrenzung gilt grundsätzlich für jeden Tag. Wenn Sie an Wochenenden oder Feiertagen andere Regelungen haben möchten, müssten Sie dies über separate Konfigurationen oder manuelle Anpassungen regeln.
Kann ich die ursprünglich erfassten Zeiten trotzdem einsehen?
Ja, die vollständigen Erfassungsdaten bleiben gespeichert. In den Detail-Ansichten der Zeiterfassung können Sie die tatsächlich erfassten Zeiten einsehen, auch wenn diese in der Auswertung begrenzt wurden.